Wikinger – Normannen, wer waren sie?

Die Zeit der Wikinger beginnt für englische Historiker am 8. Juni 793 mit dem Überfall von nordischen Räubern auf das Kloster Lindisfarne im Nordosten von England und endet am 14. Oktober 1066 mit dem Sieg bei Hastings von Wilhelm dem Eroberer über eine angelsächsische Armee. So lernt es jedenfalls der englische High School Abgänger. Diese „präzisen“ zeitlichen Eckwerte sind allerdings ziemlich diskutabel – aber lassen wir das!

Sicher aber ist: Die Wikinger und die Normannen schrieben vom 8. bis ins 11. Jahrhundert europäische Geschichte. Sie brachen aus ihrem Leben in den kühlen Fjorden des Nordens aus und wüteten als Räuber an den europäischen Küsten. Schon bald entdeckten sie für sich neue Lebensräume als Erstsiedler oder als Einwanderer. So gelangten sie als Einwanderer auf die Orkneys, auf die Hebriden, die Isle of Man und nach Irland. Die Färöer-Inseln und Island besiedelten sie neu. Auf Grönland betrieben sie über 450 Jahre lang knapp 300 Siedlungen und gelangten von dort sogar an die kanadische Küste, was durch die Entdeckung, Ausgrabung und Dokumentierung von L’Anse-aux-Meadwos auf der kanadischen Insel Neufundland auch wissenschaftlich bewiesen ist.
Als Händler geschäfteten sie mit allen europäischen Nationen und eröffneten zudem Handelsrouten über die russischen Flüsse via Nowgorod und Kiew bis nach Konstantinopel und dies Jahrhunderte vor der berühmten „Hanse“.
Sie gründeten die Normandie und reisten als Normannen nach Süditalien, Sizilien und bis nach Jerusalem und die nordafrikanische Küste. Im Auftrag des Papstes errichteten sie das erste christliche Königreich Sizilien, dessen erster Herrscher der Normanne Roger de Hauteville war.

Norweger, Dänen, Schweden: jede nordische Nation hatte andere Präferenzen, ich nenne dies die Geschäftsmodelle der Wikinger.

. . . . . nur Hörnerhelme kannten sie nicht! Nein, nein – ganz und gar nicht! Wirklich nicht!

und dann stellt sich noch die Frage:    …. fuhren sie wirklich die Flüsse hinauf?